INTERREG IVA

INTERREG IVA, 2008

Länderübergreifendes Wasserversorgungskonzept Südpfalz/Nordelsass 2008-2030


Zweites Grundwasserstockwerk im Visier250.000,- € EU-Mittel aus INTERREG IVA bereitgestellt

Die Nachricht an Bürgermeister Hermann Bohrer in seiner Funktion als Vorsitzender des grenzüberschreitenden Wasserzweckverbandes seitens des INTERREG IVA-Sekretariates, dass die Europäische Union 50 % der Kosten einer weiteren Untersuchung übernimmt, war in Bad Bergzabern und Wissembourg im letzten Monat mit Freude aufgenommen worden. Das Projekt „länderübergreifendes Wasserversorgungskonzept Südpfalz/Nordelsass 2008-2030“ ist damit finanziert. Die LAG (länderübergreifende Arbeitsgemeinschaft) kann damit ihre Arbeit fortsetzen.

Offizieller Projektbeginn ist der 01.09.2008, das Projekt soll am 31.08.2011 beendet sein.

Der LAG gehören folgende Mitglieder an:

  • SGD Süd, Neustadt/Weinstraße, Herr Wolfgang Müller (Vorsitzender),
  • Mairie de Wissembourg Monsieur André Reinwalt (Service Technique), Monsieur Bertrand Iffrig (Adjoint),
  • VG-Werke Bad Bergzabern, Herrn Raimund Zimmermann, Karl-Josef Baier, Hubert Wechner, Roland Keesser,
  • BRGM Service Géologique Regional Alsace (SGAL) Monsieur Dr. Philippe Elsass, Frau Susanne Schomburgk,
  • Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) Herr Wolfgang Schwebler,
  • Landesamt für Geologie und Bergbau, Herr Dr. Thomas Kärcher,
  • Ingenieurbüro Dilger, Herren Otto Burkhart und Uwe Rehm,
  • Ministere Chargé de la Santé DDASS, Monsieur Daniel Giral,
  • Stadtwerke Bad Bergzabern, Herren Jürgen Bicking, Wolfgang Müller, Thomas Fetzer,
  • Syndicat Mixte, Monsieur Fernand Steiner

 

Als Projektträger fungiert der grenzüberschreitende örtliche Zweckverband Wissembourg-Bad Bergzabern, der auch die weiteren 250.000,.- € mit Hilfe der Kofinanzierer Stadtwerke Bad Bergzabern und Syndicat mixte Wissembourg (beider mit kleineren Beträgen) bereitstellt. Der Zweckverband besteht aus jeweils 3 Mitglieder der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern und der Stadt Wissembourg.

Vor dem Hintergrund der Klimaprognosen des IPCC (International Panel on Climate Change), werden die Wasserversorgungsunternehmen sich künftig auf die Abdeckung hoher Verbrauchsspitzen in trocken-warmen Sommern über längere Zeiträume einstellen müssen. Dies gilt auch für den „Grenzüberschreitenden örtlichen Zweckverband Wissembourg-Bad Bergzabern“, der seinen Wasserbedarf aus dem dritten und unter artesischem Druck stehenden Grundwasserleiter im Bienwald deckt und grenzüberschreitend das Trinkwasser liefert.

Das seit dem Jahr 2001 durchgeführte Grundwassermonitoring zeigt, dass die Entnahme aus dem genannten Grundwasserleiter für die Grundlastversorgung unproblematisch, in Spitzenlastzeiten jedoch mehr oder weniger starken Potentialschwankungen unterworfen ist. Besonders der Extremsommer 2003 als auch die heißen Sommer 2005 und 2006 belegten diese Tatsache eindeutig. Insofern ist es zur langfristigen Schonung dieses sehr alten Grundwassers notwendig, sich in Spitzenzeiten zusätzlich aus mitteltiefen, schneller regenerierbaren Grundwasserleitern zu bedienen. Dieses potenziell nutzbare Grundwasser befindet sich im mitteltiefen zweiten Grundwasserleiter im Untersuchungsraum Bad Bergzabern/Wissembourg.

Es gilt, diesen zweiten Grundwasserleiter einem detaillierten Untersuchungsprogramm zu unterziehen (Neueinrichtung von Messstellen, Pumpversuche, implementieren der hydrogeologischen und hydraulischen Kenndaten in ein Grundwassermodell). Parallel sollen die vorhandenen Infrastrukturanlagen des Zweckverbandes hinsichtlich ihrer zukünftigen Eignung zur Bewältigung von Extremereignissen (Trockenzeiten) sowie ihrer Energieeffizienz (z.B. Netzverluste, Pumpzeiten) überprüft werden.





Tagung der LAG am 18. Juni 2008 im Betriebsgebäude/Werkhof in Kapellen-Drusweiler (es fehlen die Vertreter der Stadtwerke Bad Bergzabern und der Stadt Wissembourg)